Energie- und Klimaschutzkonzept

Bereits im Jahr 2011 wurde für die Gemeinde Haßloch ein Energie- und Klimakonzept erstellt. Darin werden konkrete Maßnahmen für den effizienteren Umgang mit den Ressourcen Strom und Wärme genannt. Im März 2021 hat der Gemeinderat die Fortschreibung des Haßlocher Energie- und Klimakonzepts und des zugehörigen Maßnahmenkatalogs durch ein geeignetes Büro nach Einholung entsprechender Angebote beschlossen.

Das Energie- und Klimaschutzkonzept sowie den daraus resultierenden Maßnahmenkatalog finden Sie hier.

Der Haßlocher Klimaschutzmanager

Ein Klimaschutzmanager nimmt eine zentrale strategische Rolle bei der Umsetzung kommunaler Klimaschutzziele ein. Die Stelle des Klimaschutzmanagers wurde bei der Gemeinde Haßloch im Jahr 2014 eingerichtet und war von April 2014 bis März 2017 mit Johannes Heberle besetzt. Im Anschluss daran übernahm der damalige Umweltbeauftragte Michael Müller die Stelle des Klimaschutzmanagers, die er bis zuletzt ausfüllte. Zum 31.08.2021 ging Michael Müller in Altersteilzeit. Am 15.10.2021 hat Tim Degenhartt seine Nachfolge angetreten. Herr Degenhartt ist telefonisch unter 06324/935271 sowie per Mail an tim.degenhartt@hassloch.de zu erreichen.

Die Stelle des Klimaschutzmanagers wurde zu Beginn im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Im Jahr 2018 erhielt die Gemeinde über den Projektträger Jülich eine Förderzusage für weitere zwei Jahre. Die Förderung ist aufgrund ihrer zeitlichen Begrenzung inzwischen ausgelaufen, die Stelle des Klimaschutzmanagers aber weiterhin vorgesehen. „Gerade in der heutigen Zeit sind Klimaschutzbelange von großer Bedeutung und eine entsprechende Stelle unerlässlich“, so der Erste Beigeordnete und Umweltdezernent Carsten Borck.

Klimawandelanpassungscoach

Rund ein Jahr lang wurde die Gemeinde Haßloch im Rahmen des Projektes „KlimawandelAnpassungsCoach RLP“ von Experten der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.  sowie vom rheinland-pfälzischen Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen begleitet, beraten und gecoacht, Ende Oktober 2020 wurden der interessierten Öffentlichkeit die daraus gewonnenen Erkenntnisse und erarbeiteten Maßnahmen zur Anpassung an die Klimawandelfolgen vorgestellt.

Haßloch befindet sich nach Aussage von Klimawandelanpassungscoach Christian Kotremba räumlich gesehen in einer der wärmsten Regionen Deutschlands und die Folgen des Klimawandels machen sich bereits jetzt bemerkbar. Wetterextreme nehmen zu. Die Statistik zeigt einen Anstieg so genannter Hitzetage. Vor allem die Hitze und Trockenheit während der vergangenen drei Sommer hat sichtbare Schäden hinterlassen: großflächige Waldbestände sind abgestorben, Gräben und Biotope sind trockengefallen sowie Bäume und Grünflächen im Ortsgebiet vertrocknet. Ein weiteres Problem sieht der Klimawandelanpassungscoach in der ungünstigen Baustruktur innerhalb der Ortsgemeinde gepaart mit einer extrem ebenen Topographie – beide unterbinden einen effektiven Frisch- und Kaltlufttransport. Das führt zu einer starken Überwärmung des Zentrums, was nicht nur innerörtlichen Grünflächen, sondern gerade im Sommer auch vielen Menschen zu schaffen macht. Daher kommt der innerörtlichen Grüngestaltung ein besonderer Stellenwert zu, denn Grün wirkt wie eine natürliche Klimaanlage und kühlt das Klima ab. „Je grüner Haßloch ist, desto besser ist es gegenüber Hitze geschützt“, bringt es Christian Kotremba auf den Punkt. Eine klimawandelangepasste Ortsplanung sowie ein darauf abgestimmtes Grünflächenmanagement sind daher erforderlich. Bereits heute nutzt man innerörtliche Baumscheiben und bepflanzt diese mit trocken- und hitzeresistenten Pflanzen. Auch Bürger*innen sind hierbei aktiv und unterstützen die Bepflanzung und Pflege von gemeindeeigenen Grüninseln vor ihrer Haustür.

Gemeinderat stellt Weichen
Der Haßlocher Gemeinderat hat bei seiner Sitzung im März 2021 beschlossen, dass alle Vorlagen für Sitzungen des Gremiums und seiner Ausschüsse, künftig Angaben zur Auswirkung der jeweiligen Maßnahme auf Biodiversität und Klima enthalten sollen. Zu diesem Zweck werden auf der Titelseite der Vorlage standardmäßig zwei Felder eingefügt, in dem jeweils anzukreuzen ist, ob ein nennenswerter Einfluss auf die Biodiversität- bzw. das Klima zu erwarten ist (in positiver oder negativer Hinsicht) oder ob das Vorhaben neutral zu beurteilen ist. Werden negative Auswirkungen festgestellt, sind Optimierungsmöglichkeiten bzw. ein Ausgleich an anderer Stelle zu prüfen, um eine Ablehnung der Vorlage zu vermeiden.

Weitere Informationen sowie den Abschlussbericht des Klimawandelanpassungscoaches finden Sie hier.

Umweltbericht

Wie gut ist die Qualität von Wasser, Luft und Boden im Gemeindegebiet, welche Veränderungen gibt es in Natur und Landschaft? Wie steht es um die Fortexistenz von heimischen Tier- und Pflanzenarten? Wie ist die Trink- und Grundwasserqualität zu beurteilen, wird das Abwasser ausreichend gerei-
nigt, wie viel Abfall produzieren die Einwohner Haßlochs und was passiert mit dem Müll?

Diese und weitere Fragen beantwortet der Umweltbericht der Gemeinde Haßloch, der bereits im Jahr 2010 veröffentlicht wurde. In der Sitzung des Feld-, Wald- und Umweltschutzausschusses im Januar 2021 wurde durch die Umweltbeauftragte der Gemeinde ein Status Quo zum Umweltbericht vorgestellt und veröffentlicht.

Beide Berichte können Sie hier abrufen.